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Brandnester in
fünfschichtiger Wand und Zwischendecke
Schwelbrand im
Verwaltungsgebäude der Drachenburg - 70 Einsatzkräfte vor
Ort
„Schwelbrand
in der Drachenburg“, so lautete die Alarmmeldung am Samstagmorgen
gegen 9.50 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr Königswinter. Als die
ersten Fahrzeuge der Wehr am Hauptgebäude eintrafen, wurden diese
jedoch weitergelotst. Über dem rund 100 Meter von der Drachenburg
entfernten Verwaltungsgebäude stand eine dichte Rauchwolke. Erste
Erkundungsmaßnahmen von Trupps, die mit Preßluftatmer geschützt
sowohl in das Gebäude als auch auf das Dach vorgingen, konnten
Rauch und Flammen aus einer abgehangenen Holzdecke erkennen, die
sich in einer Wohnung im ersten Stock befand. Weitere Einheiten
wurden alarmiert, da zu diesem Zeitpunkt ein weiteres Ausbreiten des
schwer zugänglichen Brandes nicht ausgeschlossen werden konnte. Mit
Hilfe einer von der Feuerwehr Bad Honnef angeforderten
Wärmebildkamera wurde der Hauptbrandherd schließlich rund um einen
Kamin lokalisiert. Trupps entfernten daraufhin mit Hilfe einer
Motorsäge Teile der Holzdecke in der Wohnung, um Löschmaßnahmen
durchzuführen. Das Feuer hatte sich zwischenzeitlich auch in die
Trennwand zu den neben der Wohnung befindlichen Räumen der
Bauleitung gefressen. In den Büros mussten Teile der Wand entfernt
werden. Hier ergaben sich Schwierigkeiten. Zwischen Wohnung und
Büros galt es Brandnester insgesamt 5 Schichten, bestehend aus
Gipskartonwand, Dämmmaterial und alten Mauern zu suchen. Die
hochsommerlichen Temperaturen machten es notwendig, dass die unter
Preßluftatmer arbeitenden Wehrleute in kurzen Zeitabständen
ausgetauscht werden mussten. Zur Wasserversorgung wurde eine rund
300 Meter lange Schlauchleitung zu einem unterirdischen
Löschwasserbehälter des Hauptgebäudes verlegt. Diese Leitung
musste jedoch nicht mehr genutzt werden, da sich ein Hydrant in der
Nähe der Drachenfelsbahn befand. Insgesamt dauerte der Einsatz von
70 Einsatzkräften der Löschzüge Altstadt und Oelberg sowie der
Löschgruppen Nieder- und Oberdollendorf sowie Ittenbach rund 4
Stunden. Er wurde geleitet von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz,
der hierbei durch Kreisbrandmeister Walter Jonas unterstützt wurde.
Die Brandursache steht im Zusammenhang mit der Nutzung eines in der
Wohnung befindlichen offenen Kamins. Diesen hatte ein Mitarbeiter
der Drachenburg am Vormittag zum Verbrennen von Papier in Betrieb
genommen. Nach dem er die Wohnung verlassen hatte, sah er Rauch aus
den Fenstern des Gebäudes steigen. Aus ungeklärter Ursache war es
zu dem Feuer in der Zwischendecke gekommen. Der Mitarbeiter
unternahm noch eigene Löschversuche mit einem Gartenschlauch, die
jedoch fehlschlugen. Mit Verdacht auf Rauchvergiftung wurde er in
das Krankenhaus Königswinter verbracht.

Lage
bei Eintreffen der ersten Kräfte: Rauch steigt aus dem Objekt
Foto:
Werner Franz, Lg. OD

Brandbekämpfung
auf dem Dach

Teile
der Decke mussten abgetragen werden

Kreisbrandmeister
Walter Jonas kontrolliert mit der Wärmebildkamera

Eine
Trennwand im Verwaltungsbereich musste entfernt werden

Bei
hochsommerlichen Temperaturen wurden die Kräfte mit Mineralwasser
versorgt
LS
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