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Pressebericht vom 09.01.2013

2012 bleibt Königswinter glücklicherweise von schweren Unwettern verschont

Fast täglich wird die Freiwillige Feuerwehr zu Einsätzen gerufen

Das Stadtgebiet von Königswinter blieb im Jahre 2012 glücklicherweise von schweren Unwettern und extremen Pegelständen des Rheins verschont. Dadurch war auch nicht so häufig die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr notwendig, wie noch im Rekordjahr 2011 mit 550 Einsätzen. Damals hatte insbesondere ein Unwetter in Oberdollendorf den tagelangen Einsatz der Ehrenamtler erforderlich gemacht. Mit 289 Einsätzen in 2012 blieben die Alarmierungen jedoch auf hohem Niveau. Im Durchschnitt fast täglich wurden die Löschzüge und -gruppen zu Bränden und Unglücksfällen gerufen. 

Die 8 Löscheinheiten mussten wieder überwiegend technische Hilfeleistungen durchführen. Die Wehr wurde u. a. wegen Sturm- und Wasserschäden (51), nach Verkehrsunfällen und bei Verkehrsstörungen (33), zur Tierrettung (8), bei Gasgeruch (6), Gefahrgutunfällen (2) und für die Durchführung sonstiger Hilfeleistungen (6) eingesetzt. 

24 Mal war die Feuerwehr zur Stelle, um Menschen in Notlagen zu helfen. Sie mussten 8 Mal dem Rettungsdienst Zugang verschaffen, weil sich verletzte oder schwer erkrankte Personen in Wohnungen hinter verschlossenen Türen befanden. Außerdem wurde 8 Mal Tragehilfe für den Rettungsdienst geleistet, weil die Patienten schwergewichtig waren oder sich der Transport auf Grund von Topographie oder Gebäudesituation als schwierig herausgestellt hatte. Im Siebengebirge war die Feuerwehr 4 Mal eingesetzt, um verletzte Mountainbiker oder Wanderer aus dem Wald zu retten. Nach Verkehrsunfällen musste die Feuerwehr 4 Personen, die in ihren Fahrzeugen eingeklemmt oder eingeschlossen waren, mit hydraulischen Rettungsgeräten befreien.

In ihrer klassischen Aufgabenstellung war die Wehr 53 Mal zur Brandbekämpfung gefordert. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnten bei 16 Wohnhausbränden und weiteren Löscheinsätzen in Gewerbebetrieben (5) und landwirtschaftlichen Anwesen (3) größere Schäden verhindert werden. Darüber hinaus mussten 8 Fahrzeugbrände und 7 Flächenbrände bekämpft werden. Schließlich rückte die Wehr auch 14 Mal aus, weil Müllcontainer oder Abfallbehälter brannten. 

Etwas häufiger, als im Vorjahr machten sich Fehlalarmierungen in der Jahresstatistik bemerkbar. Ursache für 106 Fehlalarme waren fehlerhaft ausgelöste Brandmeldeanlagen, bereits gelöschte Entstehungsbrände, verbranntes Essen auf dem Herd, Rauchentwicklung bei Gartenfeuer sowie Motor- und Reifenschäden an Fahrzeugen. 

Der Brandschutz ist in Königswinter vollständig ehrenamtlich organisiert. Mit aktuell rund 330 Frauen und Männern in der aktiven Einsatzabteilung ist sie die zweitgrößte Wehr im Kreisgebiet. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich aktuell 107 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren. 9 Jugendliche konnten 2012 in die aktive Wehr übernommen werden. Beeindruckend ist die Zahl derer, die ihre Wurzeln in der eigenen Jugendorganisation haben. Seit 1992 wurden 228 Jugendliche (197 Jungen und 31 Mädchen) aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Um den demografischen Wandel und gesellschaftlichen wie beruflichen Entwicklungen zu begegnen, wird es Aufgabe der nächsten Jahre sein, die Jugendarbeit zu stärken und weitere Bürgerinnen und Bürger für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen. 

Der vollständige Rückblick auf das Jahr 2012 wird die Feuerwehr in ihrem Jahresbericht zusammenstellen, der im Frühjahr erscheinen wird.