Startseite Presseberichte Standorte Wir über uns Service Ansprechpartner Links Intern

Pressebericht vom 24.03.2012

Umgestürzter Sattelzug löst Großeinsatz der Feuerwehr aus
Gefährdung kann nach aufwändigen Bergungsarbeiten ausgeschlossen werden

Auf Grund des Alleinunfalls eines mit Stückgut beladenen Sattelzugs auf der Autobahn A 3 zwischen dem Rastplatz Logebachtal und der Ausfahrt Siebengebirge in Fahrtrichtung Köln war am Samstagmorgen ein Großeinsatz mehrerer Hilfsorganisationen mit 260 Kräften erforderlich. Während der 31 jährige Fahrer sich leicht verletzt aus dem umgestürzten Sattelzug befreien konnte, bestand auf Grund der Kennzeichnung des Fahrzeuges und der Ladepapiere die Befürchtung, dass gefährliche Stoffe, die sich unter dem Ladegut befinden sollten, ausgetreten waren. Nach aufwändigen Bergungsarbeiten, die tlw. unter Chemikalienvollschutzanzug durchgeführt werden mussten, konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Gefahrgut trat nicht aus, auch war die Menge der als gefährlich einzustufenden Stoffe wesentlich geringer, als auf Grund der Informationslage zunächst angenommen. 

Um 6.47 Uhr war der städtische Rettungsdienst zu dem Verkehrsunfall des mit einem Container beladenen Sattelzugs auf die Autobahn A 3 alarmiert worden. Der leicht verletzte Fahrer konnte sich aus dem umgestürzten Fahrerhaus selbst befreien. Er empfing die Rettungskräfte und wies daraufhin, dass sich unter der Ladung auch gefährliche Güter befinden könnten. Auch die am Fahrzeug angebrachten Warntafeln waren hierfür ein Indikator. Die Feuer- und Rettungsleitstelle entsandte daraufhin zahlreiche Kräfte verschiedener Feuerwehren und weiterer Hilfsorganisationen. Die Einsatzleitung übernahm der Leiter der Feuerwehr Bad Honnef, Stadtbrandinspektor Torsten Budde, die für diesen Autobahnabschnitt primär zuständig ist. Die Autobahn wurde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Wehrleute unter Chemikalienschutzanzügen begannen mit der Erkundung an dem umgestürzten Fahrzeug. Parallel wurden die Ladepapiere weiter ausgewertet. Von der Berufsfeuerwehr Köln wurde eine neu gebildete Spezialeinheit, die analytische Taskforce, zur Beratung und Messung angefordert. Die Informationslage lies vermuten, das von rund 2 der 14 Tonnen Gesamtladung möglicherweise Gefahren ausgehen könnten. 

Nach dem Abtrennen einer Leitplanke konnte ein Zugang zum Container geschaffen werden. Mit Unterstützung eines Krans der Autobahnmeisterei wurden Maschinenteile, Baustoffe, Motoröle in Gebinden und weitere Ladung aus dem Container entfernt. Erst nach dem Ausräumen des gesamten Containers, der zum Eigenschutz weiter unter Atemschutz erfolgte, konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr gegen 14 Uhr Entwarnung geben. Gefahrgut war nicht ausgetreten. Die weiteren Aufräumungs- und Bergungsarbeiten erfolgen seit dem durch ein Spezialunternehmen. Die letzten Kräfte der Feuerwehr konnten um 16 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Durch die Sperrungen kam eszu erheblichen Verkehrsbehinderungen. 

Im Einsatz befanden sich 260 Kräfte der Feuerwehren Bad Honnef, Königswinter, Hennef, Eitorf, Niederkassel und Bornheim, ein Fahrzeug der Berufsfeuerwehr Köln, der Rettungsdienst der Stadt Königswinter, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst.




Erkundungsarbeiten am Fahrzeug Foto: Ralf Klodt, Bonner Rundschau


Die Leitplanke wird abgetrennt, um die Containeröffnung zu ermöglichen


Bergungsarbeiten unter Chemikalienvollschutzanzug


Reinigung der unter Schutzanzug vorgegangenen Kräfte


Der umgestürzte Sattelzug


Auf Vollschutzanzüge kann im Einsatzverlauf verzichtet werden


Die analytische Taskforce Köln (ATF) war zur Beratung und Messung vor Ort


Das Fahrzeug wird von einem Kran aufgerichtet Foto: Ralf Klodt, Bonner Rundschau