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Pressebericht vom 25.11.2002

27 jähriger Mann bei Bauarbeiten verschüttet
Aufwendiger Rettungseinsatz in Königswinter-Gräfenhohn

Bei Tiefbauarbeiten an einem Einfamilienhaus in Königswinter-Gräfenhohn, Gräfenhohner Straße, wurde am Montagnachmittag gegen 16.57 Uhr ein Mann verschüttet. Ein zweiter konnte sich, als Erdmassen in einen rund 2,70 Meter tiefen Schacht stürzten, noch rechtzeitig retten. Er alarmierte Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Verschüttete war bis zur Brust von Erde eingeschlossen, der weitere Einsturz des nur rund 1 Meter breiten Grabens, direkt an der Hauswand gelegen, drohte. 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter benötigten 1,5 Stunden, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er wurde zur Behandlung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht. Über die schwere seiner Verletzung werden erst umfangreiche Untersuchungen letzte Klarheit geben.

Die Einsatzkräfte der Löschgruppen Ittenbach und Uthweiler wurden von der Person, die sich selbst aus dem Schacht gerettet hatte, bereits erwartet. Mit Baustützen und Holzbohlen sicherten sie zunächst die Grube gegen ein weiteres Einstürzen. Dann stiegen Feuerwehr und Rettungsdienst hinab zu dem Verletzten und versorgten ihn medizinisch. Um den Betroffenen nicht weiter zu verletzen, wurden die Erdmassen mit Schaufeln und teilweise mit der Hand abgetragen. Ein vom städtischen Baubetriebshof angeforderter Bagger, der eine weitere Entlastung der Schachtwände bringen sollte, musste nicht mehr eingesetzt werden. Durch die patientenschonenden Rettungsmaßnahmen benötigte die Feuerwehr jedoch bis 18.30 Uhr, als der 27 Jährige mit Leinen behutsam aus seiner Gefangenschaft nach oben gezogen werden konnte. Die gesamte Einsatzstelle wurde während der gesamten Aktion ausgeleuchtet.

Gegen 18.45 Uhr verließen die Wehrleute, deren Einsatz von Hauptbrandmeister Karl-Josef Linden koordiniert worden war, die Gräfenhohner Straße.




Der Schacht unmittelbar neben der Hauswand


Schweißtreibende Arbeit für die Rettungskräfte


Der Bagger des Baubetriebshof musste nicht mehr eingesetzt werden


Blick in den fast rund 3 Meter tiefen Schacht nach der Menschenrettung