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Pressebericht vom 14.10.2010

2 Brände, entlaufene Schafe und Fehlalarm innerhalb weniger Stunden
Arbeitsreicher Mittwochabend für Königswinterer Feuerwehr

Gleich zu 4 Einsätzen innerhalb weniger Stunden wurde die Freiwillige Feuerwehr Königswinter am Mittwochabend alarmiert. Bei einem Felgenhersteller in der Altstadt war es zu einem Brand in der Absauganlage der Räderstraße gekommen, in Oberdollendorf sorgte eine entlaufene Schafherde für Arbeit, in Thomasberg war eine Dekorationsbeleuchtung in einem Fenster für ein Schadensfeuer gehalten worden. Schließlich mussten sich die Taleinheiten bis in die Nacht mit der Bekämpfung eines Dehnungsfugenbrandes in einer Oberdollendorfer Wohnungsanlage beschäftigen. Zu Personenschäden kam es in allen Fällen zum Glück nicht.

Um 19.35 Uhr begann die Einsatzserie am Mittwochabend. In der Produktion eines Königswinter Felgenherstellers war es zu einem Brand in einer Absauganlage gekommen. Die Einheiten Altstadt, Nieder- und Oberdollendorf setzten zur Brandbekämpfung Kohlendioxid ein. Teilweise musste die Anlage mit Unterstützung von Betriebsangehörigen für die Löschmaßnahmen demontiert werden. Im Einsatz befand sich hier auch eine Wärmebildkamera, um Glutnester zu identifizieren.

Die Löschgruppe Oberdollendorf war vom Einsatz in der Altstadt gerade zurückgekehrt, als um 20.27 Uhr die Polizei Bonn um Unterstützung bat. Oberhalb des Waldfriedhofs in Oberdollendorf war eine Schafherde aus der Umzäunung ausgebrochen. Der Großteil fiel über das ausgedehnte Gartengrundstück eines unterhalb der Weide liegenden Anwesens an der Heisterbacher Straße her. 5 Schafe hatten die Flucht in Richtung Ortskern fortgesetzt. Feuerwehrkräfte sammelten die Schafe auf dem Gartengrundstück während weitere Wehrleute insgesamt 5 Tiere in Straßen Oberdollendorfs aufgriffen. Diese wurden zurück zur Herde gebracht. Zwischenzeitlich waren Betreuer der Tiere eingetroffen, die in Absprache mit der Polizei die Rückführung der Schafe auf die Weide organisierten. Im Einsatz waren hier 21 Feuerwehrleute.

Während der tierische Einsatz noch ablief, erreichte die Siegburger Feuer- und Rettungsleitstelle gegen 20.51 Uhr der nächste Notruf. Ein Bewohner der Siebengebirgsstraße in Thomasberg hatte Feuerschein im Bereich eines Hauses am Steilweg wahrgenommen. Nach Erkundung durch den Löschzug Oelberg konnte hier Entwarnung gegeben werden. Als Ursache konnte eine bestimmungsgemäß brennende Dekoleuchte in einem Zimmer ermittelt werden.

Über 3 Stunden dauerte der nächste Einsatz, der um 23.35 Uhr an diesem Mittwochabend die Einheiten Altstadt, Nieder- und Oberdollendorf zu einer Wohnungsanlage an der Laurentiusstraße in Oberdollendorf alarmierte. In mehreren Räumen zweier nebeneinander liegende Reihenhäuser hatten Anwohner eine Verqualmung festgestellt. Zunächst war hier vermutet worden, dass dies mit der ersten Inbetriebnahme des offenen Kamins in einem Haus in Zusammenhang stehen würde. Nach intensiver Erkundung durch die Feuerwehr, bei der sowohl die Wärmebildkamera als auch die Drehleiter eingesetzt wurde, konnte ein Schwelbrand in einer Fuge zwischen den beiden Häusern festgestellt werden. Im Anschluss musste teilweise das Dach abgedeckt und die Fuge aufgebrochen werden, um mittels Schaummittel einen ersten Löscherfolg verzeichnen zu können. Im weiteren Verlauf dieses aufwendigen Einsatzes wurden spezielle Löschlanzen der Feuerwehr Siegburg angefordert, um an den Brandherd zu gelangen. Schließlich konnte die Einsatzstelle gegen 2.30 Uhr verlassen werden. Vor Ort waren 50 Wehrleute und der Rettungsdienst. Die Polizei Bonn nahm Ermittlungen auf, um feststellen zu können, ob am Tage durchgeführte Dacharbeiten an einem der beiden Häuser als Brandursache bestimmt werden können.




Aufwändige Arbeiten zum Bekämpfen des Brandes


Feuereinsatz auf der Laurentiusstraße


Die Drehleiter wurde zur Unterstützung eingesetzt


5 Schafe wurden im Ort aufgegriffen


Die Schafherde versammelte sich im Garten eines Anwesens




Fotos: Dominik Belker, Lg. Oberdollendorf