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Pressebericht vom 08.06.2009

Mäusebussard hängt in Stacheldraht fest
Feuerwehr befreit Greifvogel aus misslicher Lage

Zur Rettung eines außergewöhnlichen Patienten musste die Freiwillige Feuerwehr Königswinter am Montagabend ausrücken. Im Ortsteil Oberpleis hatte sich ein ausgewachsener Mäusebussard in einem Zaun verhakt. Die Wehrleute befreiten das im Stacheldraht hängende Tier mittels Zuhilfenahme eines Bolzenschneiders und brachten es zunächst zu einem ortsansässigen Tierarzt. Dieser entfernte Reste des Drahts aus den Flügeln. Im Anschluss erfolgte die Weiterfahrt im Feuerwehrfahrzeug zu einer Wildvogelpflegestation in der Nähe von Mayen. Die dortigen Pfleger werden sich nun um die weitere medizinische Versorgung kümmern.

Um 17:45 Uhr erreichte die Siegburger Feuer- und Rettungsleitstelle am Montagabend der Notruf von Spaziergängern, die in der Straße „Im Dicht“ in Königswinter-Oberpleis bemerkt hatten, dass sich ein ausgewachsener Mäusebussard in einem Stacheldrahtzaun verhakt hatte. Das sichtlich aufgeregte Tier verhedderte sich immer weiter. Der Löschzug Uthweiler der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter wurde alarmiert. Schnell gelang es den 12 Wehrleuten unter Leitung von Brandoberinspektor Norbert Bäßgen, das am Zaun hängende Tier mittels Bolzenschneider aus der misslichen Lage zu befreien. Jedoch blieben Teile des Stacheldrahts im Gefieder hängen. Daraufhin wurde der Bussard zu einem Oberpleiser Tierarzt gebracht. Dieser entfernte die Zaunreste aus den Flügeln. Zur weiteren Behandlung ging es mit einem Feuerwehrfahrzeug zur Wildvogelpflegestation nach Mayen. Die dortigen Pfleger untersuchten das männliche Tier. Um wieder fliegen zu können, wird sich der Vogel wohl einer Operation unterziehen müssen.

Die Feuerwehrleute des Löschzugs Uthweiler kamen gegen 21 Uhr wieder von ihrem tierischen Einsatz zurück.




Das verängstigte Tier hängt im Zaun fest


"Patient" befreit


Der Bussard nach Versorgung in der Aufzuchtstation nähe Mayen


Fotos: Alexander Neuenfels, Lz. Uthweiler