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Pressebericht vom 02.01.2009

Feuerwehr-Beförderung findet in der Wüste statt
Stephanie Schell-Pursch erhält in Dubai Urkunde

Beförderungen werden bei der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter normalerweise bei Jahresversammlungen der Einheiten ausgesprochen. Nun gab es jedoch eine Ausnahme. Stephanie Schell-Pursch, langjähriges Mitglied der Löschgruppe Oberdollendorf, erhielt auf einer Feuerwache im Wüstenstaat Dubai aus den Händen ihres Vaters Hans Dieter Schell die Beförderungsurkunde zur Hauptfeuerwehrfrau der Königswinterer Wehr.

Die 24 jährige ist 2007 gemeinsam mit ihrem Ehemann Knud, der dort eine neue berufliche Herausforderung angetreten hat, in das arabische Emirat ausgewandert. Bei regelmäßigen Heimataufenthalten in Oberdollendorf nimmt die Tischlerin jedoch nach wie vor am Ausbildungs- und Einsatzbetrieb der Löschgruppe Oberdollendorf teil. So waren es alleine 5 Einsätze während des Urlaubs im November, bei denen sie gemeinsam mit den anderen Kameradinnen und Kameraden ausrückte. Aufgrund der langjährigen engagierten Mitgliedschaft bestand Einvernehmen zwischen Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Löschgruppenführer Michael Dahm, dass Stephanie zur Hauptfeuerwehrfrau befördert werden sollte. Bei der Generalversammlung der Einheit im Dezember 2008 war sie jedoch bereits wieder nach Dubai zurückgekehrt. Aber kein Problem für die Feuerwehr, denn es stand der Weihnachtsurlaub der Eltern in dem Emirat an. Und gut, dass Vater Hans-Dieter Schell als Brandinspektor selbst Mitglied der Feuerwehr ist. Also wanderte die Urkunde in das Reisegepäck. Vor Ort war dann die Besichtigung einer Wache des für den Brandschutz zuständigen Zivilschutzes Anlass, die Beförderung ganz offiziell zu vollziehen.

Während es in dem Wüstenstaat undenkbar wäre, dass Frauen haupt- wie ehrenamtlichen Feuerwehrdienst leisten, ist es in Königswinter mittlerweile ein alltägliches Bild. Rund 20 Frauen gehören den Einsatzabteilungen der Einheiten an, weitere 10 Mädchen bereiten sich in der Jugendfeuerwehr hierauf vor.




Ungewöhnlicher Ort für die Beförderung Königswinterer Wehrleute


Nach der Beförderung wurde die Besichtigung in "zivil" fortgesetzt


Hubrettungsfahrzeug aus amerikanischer Produktion in Dubai


Mercedes mit Aufbau von Rosenbauer ist vielerorts auch in Dubai vertreten


Fotos: Familie Schell