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Pressebericht vom 13.09.2008

Erneut schwerer Verkehrsunfall auf der B42

Aus dem Pressebericht General Anzeiger Bonn 15.9.08:

Zu einem folgenschweren Unfall ausrücken mussten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte am Samstagmittag auf die Bundesstraße 42. Zwischen den Ausfahrten Königswinter und Bad Honnef waren um 12.05 Uhr zwei Fahrzeuge kollidiert. Die bedrückende Bilanz: Ein Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt, ein weiterer schwer.

Das teilte die Autobahnpolizei am Sonntag mit. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern noch an, ein Sachverständiger wurde eingeschaltet. Die B 42 in Richtung Süden musste bis nachmittags komplett gesperrt werden.

Nach bisherigem Erkenntnisstand der Polizei waren drei junge Männer aus Frankreich mit Fahrzeugen unterwegs, die sie offenbar in Deutschland gekauft hatten und nun in die Heimat überführen wollten. Die Autos waren allesamt mit französischen Kennzeichen ausgestattet; noch ermittelt werden muss laut Polizei, wie es um die Frage von Zulassung und Versicherungsschutz bestellt ist.

Zwischen den Ausfahrten Königswinter und Bad Honnef verlor der 18-jährige Fahrer, der die Kolonne offenbar angeführt hatte, in einer langgezogenen Kurve die Gewalt über seinen Wagen. Zeugen sagten laut Polizei-Pressestelle gegenüber ermittelnden Beamten aus, dass die Autos, noch dazu auf regennasser Fahrbahn, deutlich zu schnell unterwegs gewesen waren.

Überhöhte Geschwindigkeit wird als direkte Unfallursache demnach nicht ausgeschlossen. Das Auto des 18-Jährigen wurde eine Böschung hinauf-katapultiert und sodann von dort auf die Fahrbahn zurückgeschleudert. Der nachfolgende 25-Jährige konnte den Zusammenstoß mit dem Wagen des voran-fahrenden jüngeren Mannes nicht mehr verhindern; sein Auto prallte frontal auf das des 18-Jährigen. Mehr Glück hatte der dritte französische Autofahrer, der hinter den beiden Unfallfahrern unterwegs war, allerdings bei dem Unfall nicht direkt in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften bot sich ein schlimmes Bild, als sie am Ort des Geschehens eintrafen. Der 18-Jährige war durch die Wucht des Aufpralls aus seinem Wagen auf die Fahrbahn geschleudert worden; er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste nach der Erstversorgung mit einem Rettungs-hubschrauber in eine Kölner Klinik gebracht werden.

Der zweite Unfallfahrer erlitt schwere Verletzungen, auch er wurde in eine Klinik gebracht. Für die Zeit der Unfallaufnahme, die Bergung der völlig demolierten Fahrzeuge und die aufwändigen Aufräum- und Säuberungsarbeiten musste die B 42 bis gegen 15 Uhr gesperrt werden.

Der Hergang erinnert in erschreckender Weise an einen Unfall, der sich an gleicher Stelle Anfang Februar ereignet hat. Damals war ein Mann gestorben (der GA berichtete).

Zusatzinformation Feuerwehr Königswinter.

Der Löschzug Altstadt und die Löschgruppen Nieder- und Oberdollendorf wurden zu diesem Einsatz mit dem Stichwort "Person eingeklemmt" alarmiert. Dazu brauchte die Feuerwehr aber nicht mehr tätig werden. Beim Eintreffen an der Unfallstelle übernahm die Feuerwehr die Sicherstellung des Brandschutzes. Auch wurden bei den beiden Fahrzeugen die Batterie abgeklemmt. Der Landeplatz für den Rettungshubschrauber wurde gekennzeichnet und abgesperrt.

Zur Unterstützung der Polizei wurde für die Dauer des Rettungshubschrauber-einsatzes auch die Gegenfahrbahn gesperrt.

Nach dem Abflug des Rettungshubschraubers konnten bis auf zwei Fahrzeuge die Kräfte der Feuerwehr abrücken.

Das letzte Fahrzeug verlies die Unfallstelle gegen 15:00.

An der gleichen Stelle unterstütze die Feuerwehr bereits am 29.12.07, am 7.2.08 (mit einem Todesopfer) und am 8.8.08.




Die Situation kurz nach dem Eintreffen


Der schwer verletzte Fahrer wird versorgt.


Der Rettungshubschrauber wird eingewiesen


Die Batterie wird abgeklemmt.


Das zweite beteiligte Fahrzeug.


Fotos: Holger Handt