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Pressebericht vom 03.06.2008

Unwetter in Lohmar
Königswinterer Wehr hilft bei Aufräumungsarbeiten

Die Einheiten Bockeroth und Oelberg unterstützten die Freiwillige Feuerwehr Lohmar am heutigen Tage bei Aufräumungsarbeiten nach heftigen Regenfällen.

Ab 3:52 Uhr im Einsatz wurden mehrere Pumpen eingesetzt, um Straßen von den Wassermassen zu befreien. Der Einsatz endete für die Königswinterer Kräfte erst in den Mittagsstunden.

Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises vom 03.06.2008

Unwetter im rechtsrheinischen Kreisgebiet sorgt für viele Einsätze

450 Einsatzkräfte pumpen Keller und Wohnungen leer

Rhein-Sieg-Kreis (tw) – Ab 02.00 Uhr in der Nacht waren cirka 450 Einsatzkräfte der rechtsrheinischen Feuerwehren im Einsatz. Ein Unwetter mit heftigen Regenfällen und Blitzeinschlägen entlud sich schwerpunktmäßig über den Gemeinden Eitorf und Windeck sowie über der Stadt Lohmar. Im linksrheinischen Kreisgebiet hingegen gab es keine einzige unwetterbedingte Hilfeleistung.

Im östlichen Kreisgebiet konnten die Kanäle, Drainagen und Entwässerungsstellen die heftigen Wassermaßen vielerorts nicht mehr aufnehmen, so dass zahlreiche Keller, aber auch Wohnungen voll Wasser liefen. In Eitorf konnte eine 80-jährige Frau rechtzeitig aus ihrem Haus gerettet werden, das bereits 1,50 Meter hoch im Wasser stand. Zahlreiche Hänge sind abgerutscht und Bäume umgestürzt.

Rund 450 Einsatzkräfte halfen an 270 Einsatzstellen. Allein in Lohmar wurde der Alarm 120 Mal ausgelöst, in Eitorf 55 Mal und in Windeck 45 Mal. Den betroffenen Feuerwehren eilten die Kameraden aus Königswinter, Sankt Augustin, Troisdorf, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Hennef und Siegburg zur Hilfe. Darüber hinaus leistete die Feuerwehr Hennef mit ihrer Drehleiter überörtliche Hilfe in Rheinland-Pfalz. Zwei, vermutlich durch Blitzeinschläge verursachte, Dachstuhlbrände, mussten in Eitorf-Bohlscheid und in Hennef-Blankenberg gelöscht werden.

Das Technische Hilfswerk aus Siegburg und Bad Honnef ist ebenfalls im Einsatz gewesen und hat die Feuerwehren unterstützt.

Besonders stark betroffen ist der Lohmarer Ortsteil Donrath wo der Hasselsiefenbach und der Kartenbach über die Ufer traten und Schlamm- wie Geröllmassen mit sich führten. An etwa 20 Häusern im Waldweg und Steinackerweg sind durch diese Geröll-, Schlamm- und Wassermassen große Schäden entstanden, die derzeit behoben werden. Rückstaus in den Bächen hatten zu diesen massiven Überschwemmungen geführt. Vor Ort sind Vertreter von zahlreichen Behörden, um die Schadensursachen zu ermitteln und schnellstmöglich zu beseitigen. Neben dem für die Gewässerunterhaltung der beiden Bäche verantwortlichen Aggerverband, sind auch Vertreter der Stadt Lohmar und der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises mit der Analyse und den möglichen Konsequenzen befasst. Mittlerweile ist der Durchlass des Hasselsiefenbachs an der Rückstaustelle wieder frei.

Mehrere Bundes- und Landstrassen im rechtsrheinischen Kreisgebiet mussten gesperrt werden. Örtlich ist mit weiteren Straßensperrungen oder Behinderungen zu rechnen.




Bockerother Kräfte im Einsatz


Die Lohmarer Straßen waren teilweise nur mit Stiefeln passierbar


Erfolg für die Einsatzkräfte in den Mittagsstunden


Fotos: Arne Kendzia, Lg. Bockeroth