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Pressebericht vom 23.03.2008

Die Einsatzzahlen erreichen in Königswinter neuen Rekord
Extreme Wettersituationen sorgen immer häufiger für Notrufe

Noch nie wurde die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr bei Bränden und Unglücksfällen häufiger angefordert, wie 2007. Mit 414 Alarmierungen verzeichnet der aktuell veröffentlichte Jahresbericht eine Steigerung um satte 41 % gegenüber dem Vorjahr. Extreme Wettersituationen wie Sturm Kyrill im Winter, Trockenheit und damit verbundene Brände der Vegetation im Frühjahr sowie Starkregen im Sommer verursachten so manchen Alarm. Der Klimawandel ist hier ganz konkret zu beobachten. Doch auch gesellschaftliche Veränderungen sorgen vermehrt für Notrufe. Die Tragehilfe bei erheblich übergewichtigen Patienten oder die Öffnung von Wohnungstüren für den Rettungsdienst, weil alleinstehende Patienten diese nicht mehr selbstständig öffnen können und kein Angehöriger mit Schlüssel kurzfristig erreichbar ist, kommen heute immer häufiger vor. Gerade zur Nachtzeit müssen die Ehrenamtlichen auch vermehrt ausrücken, weil Kleidercontainer, Abfallbehälter an Buswartehallen und Sperrmüll offenbar vorsätzlich in Brand gesteckt werden. Automatische Brandmeldeanlagen in besonders gefährdeten Objekten, vom Grundsatz her zu begrüßen, demonstrieren ihre Schattenseiten. Die Zahl der Fehlalarme, bereits auf sehr hohem Niveau, stieg auf 85 weiter an.

Das Hobby „Freiwillige Feuerwehr“ ist trotz der zahlreichen Einsätze, bei denen die Wehrleute zu jeder Uhrzeit aus Privat- oder Arbeitsleben gerufen werden, in Königswinter weiterhin attraktiv. 333 Aktive, ein leichter Anstieg, engagieren sich in 8 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Löscheinheiten. Auch die Zukunft scheint mit 125 Jugendlichen gesichert.

Auf ihren ehrenamtlichen Dienst müssen sich die Frauen und Männer intensiv vorbereiten. Neben Lehrgängen und internen Schulungen betraten die Brandschützer im vergangenen Jahr hier gleich mehrfach Neuland. So wurde erstmalig ein Fahrsicherheitstraining mit Großfahrzeugen durchgeführt und unter realistischen Bedingungen in einer Brandsimulationsanlage geübt. Bei der Grundausbildung der Nachwuchskräfte kooperiert Königswinter seit 2007 mit der Schule der Berufsfeuerwehr Bonn. Auf die Hilfe der professionellen Ausbilder soll in der Zukunft bei weiteren Fachausbildungen verstärkt zurückgegriffen werden.

Für weitere 6 Jahre wurde die Gesamtführung in ihrem Ämtern bestätigt. Mit Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Stellvertreter Bruno Lemke lenken erfahrene Männer weiterhin die Geschicke der großen städtischen Einrichtung.

Auf die wachsenden Anforderungen hat die Stadt Königswinter als gesetzlicher Träger des Feuerschutzes mit zahlreichen Investitionen reagiert. So konnte beispielsweise der Fuhrpark in den letzten 10 Jahren mit der Ersatzbeschaffung von 18 Fahrzeugen und 3 Boote erneuert werden. In der Zukunft wird ein weiterer Schwerpunkt die Verbesserung der räumlichen Unterbringung sein. Für die Einheiten Bockeroth und Oberdollendorf sind neue Feuerwehrgerätehäuser notwendig, in Eudenbach und Uthweiler Erweiterungen erforderlich.

Webmaster Anno Klant wird den Jahresbericht in gewohnter Form in den nächsten Wochen für unsere Homepage aufbereiten. Bis dahin steht er schon einmal als PDF-Dokument im Download (1 MB) zur Verfügung.