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Pressebericht vom 09.12.2007

81 Jahre alte Unterkunft bereitet Brandschützern Sorge
Erneut nehmen die Alarmierungszahlen der Einheit zu

Als 1926 die Oberdollendorfer Löschgruppe ihr Feuerwehrhaus an der Cäsariusstraße bezog, hatte die Löschgruppe im wesentlich kleineren Ort nur wenige Alarmierungen im Jahr. 81 Jahre später berichtete Löschgruppenführer Michael Dahm auf der Jahresgeneralversammlung von 84 Alarmierungen, einem neuen Rekord in der über 100 Jahre alten Geschichte. Die räumliche Unterbringung bereitet den Wehrleuten zunehmend Sorge. So sind beispielsweise gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen von Jugend und aktiver Wehr derzeit genauso wenig möglich, wie die witterungsunabhängige Pflege von Fahrzeugen und Geräten. Auch die unübersichtliche Ausfahrt auf die vielbefahrene Cäsariusstraße stellt für Feuerwehr wie Verkehrsteilnehmer ein Gefahrenpotential dar. Die Löschgruppenführung befindet sich hier seit längerem im Gespräch mit Politik und Verwaltung, eine Lösung konnte jedoch bislang noch nicht erreicht werden.

Das ehrenamtliche Engagement leidet unter den räumlichen Engpässen nicht und so blieb die Zahl der aktiven Mitglieder in diesem Jahr mit 32 Männern und 6 Frauen auf hohem Niveau. Auch die Zukunft ist mit derzeit 16 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr gesichert, wie Michael Dahm berichtete.

Die Frauen und Männer leisteten insgesamt 8.484 Stunden bei Einsätzen, Ausbildungsveranstaltungen sowie Pflege von Fahrzeugen, Geräten und dem Erhalt der alten Unterkunft. Dass die Löschgruppe im bevölkerungsreichsten Ortsteil der Stadt Königswinter optimalere Arbeitsbedingungen benötigt, zeigen auch die durchschnittlich 7 Alarmierungen im Monat. Besonders zu erwähnen ist im Berichtszeitraum der Brand eines Wohnhauses in der Königswinterer Grabenstraße am 26.Januar, 2 Waldbrände im Siebengebirge Ende April, der Sturmeinsätze beim Orkan Kyrill und ein Unwettereinsatz im August. Den zeitaufwändigen Großeinsätzen standen zahlreiche technische Hilfeleistungen beispielsweise nach Verkehrsunfällen und Fehlalarme von Brandmeldeanlagen gegenüber.

Auch der stellvertretende Sokrates Theodoridis nahm an der Versammlung teil. Er bedankte sich von Seiten der Stadt Königswinter für das große Engagement. Die Stadtverwaltung wurde durch Fachbereichsleiter Udo Blaskowski vertreten.

Auf der Versammlung wurden auch einige Beförderungen und Ehrungen durch den Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Löschgruppenführer Michael Dahm vorgenommen. So wurde Axel Lorenz und Michael Mertens zu Feuerwehrmännern, Janina Kröner zur Oberfeuewehrfrau und Dirk Hombach zum Oberfeuerwehrmann sowie Dirk Kochius und Andre Stremmer zum Haupftfeuerwehrmann befördert. Michael Dahm freute sich über die Beförderung zum Brandinspektor. Gleichzeitig wurde er für weitere 6 Jahre in seinem Amt als Löschgruppenführer bestätigt. Der Abend war auch Anlass, Unterbrandmeister Marc Schreiner und Oberbrandmeister Lutz Schumacher für Ihre 25jährige Mitgliedschaft zu ehren.




v.links: Stadtbrandinspektor Michael Bungarz, Löschgruppenführer Michael Dahm, Fachbereichsleiter Udo Blaskowski