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Pressebericht vom 11.04.2007

Königswinterer Feuerwehrleute werden immer häufiger alarmiert
Statistik registriert 293 Einsätze im Jahre 2006

Die warmen Sommermonate Mai bis Juli des letzten Jahres waren auch für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter besonders heiß. Bei 111 Alarmierungen nur in diesen 3 Monaten rückten die Ehrenamtlichen nahezu täglich aus. Auch im Rest des Jahres waren die 8 Einheiten stark gefordert, so dass der nun fertig gestellte Jahresbericht insgesamt eine Steigerung der Alarmierungen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent ausweißt. Die Mitgliederzahlen blieben konstant, wobei berufliche Belastungen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen im Einsatz- und Übungsdienst zunehmend Sorgen bereiten.

In 293 Fällen wurden die Wehrleute mittels Sirenen oder Funkmeldeempfängern aus ihrem Privatleben in den oft schwierigen und anstrengenden Einsatzdienst gerufen. Auffällig war hierbei mit 73 Alarmierungen (Vorjahr 59) die hohe Zahl der Brandeinsätze. In 81 Fällen war nach dem Eintreffen der Feuerwehr kein Brand festzustellen. Als Grund für den Alarm konnte vielfach fälschlich ausgelöste automatische Brandmeldeanlagen festgestellt werden.

Im Berichtsjahr 2006 waren neben vielen technischen Hilfeleistungen, kleineren Bränden und Fehlalarmierungen auch wieder einige größere Einsätze zu leisten. So brannte am 2. April ein Wohnhaus in der Königswinterer Bahnhofstraße fast vollständig aus. Am 1. Mai musste nach einem Zimmerbrand das gesamte Asylbewerberheim in Stieldorf geräumt werden. Auf der Ortsumgehungsstraße Oberpleis kam es am 1. und 8.Juni 2006 zu schweren Verkehrsunfällen, bei der Menschen nur mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihren Fahrzeugwracks gerettet werden konnten.

Die Einsatzbelastung wird auf viele Schultern verteilt. Im Jahre 2006 gehörten der Wehr insgesamt 327 Frauen und Männer (Vorjahr 313) dem aktiven Dienst an. Die Zahl der Jugendfeuerwehrleute blieb mit 114 konstant. Die Mitgliederzahlen sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für manchen immer schwieriger wird, die ehrenamtliche Arbeit neben Beruf und Familie zu leisten. Die Aus- und Fortbildung wie die hohen Einsatzzahlen erfordern es, dass immer mehr Freizeitstunden geopfert werden müssen.

Um den Ehrenamtlichen das notwendige Werkzeug zur Verfügung zu stellen, erfolgten im Jahre 2006 wichtige Investitionen durch die Stadt Königswinter. So erhielt die Löschgruppe Bockeroth ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser für 122.000 Euro und der Löschzug Altstadt freute sich über den Kauf eines neuen Rettungsbootes. Hier waren 21.000 Euro notwendig. Auch konnten trotz angespannter Haushaltslage weitere kleinere Ausrüstungsbeschaffungen erfolgen.

In den nächsten Tagen wird Webmaster Anno Klant den Jahresbericht in gewohnter Form für unsere Homepage aufbereiten. Bis dahin steht er schon einmal als Download (2,2MB) zur Verfügung.