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Pressebericht vom 26.01.2007

Dachstuhlbrand in Königswinterer Altstadt fordert 5 Verletzte
Dramatische Rettungsaktion – Flammenübergriff kann verhindert werden

Ein Großbrand in einem Königswinterer Mehrfamilienhaus hat am Freitagabend 5 Verletzte gefordert. 1 Bewohnerin und 2 Helfer mussten von der Feuerwehr über die Drehleiter gerettet werden. 150 Wehrleute gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarbebauung zu verhindern. Das Brandobjekt wurde jedoch weitestgehend zerstört. Bewohner eines Nachbarhauses mussten die Nacht bei Freunden und Angehörigen verbringen. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Um 17.32 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr zu dem Einsatz in der Grabenstraße 79 in der Königswinterer Altstadt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz, starke Rauchentwicklung in den engen Straßen rund um das Brandobjekt wahrnehmen. Daraufhin forderte er frühzeitig weitere Einheiten an. Bei Eintreffen der ersten Kräfte befand sich die 50 jährige Bewohnerin der Räume im Obergeschoss und eine weitere männliche Person auf dem Dach des Gebäudes. Ein 32 jähriger Nachbar und Angehöriger des Löschzugs Altstadt stand auf dem Flachdach des Nachbarhauses. Der Helfer auf dem Dach sicherte die schwerverletzte Frau, während der 32 jährige Feuerwehrmann beruhigend auf beide einredete. Über die Drehleiter wurden alle 3 Personen gerettet, bevor das Feuer vollständig auf den Dachstuhl übergriff. Die beiden Helfer waren von außen über die Fassade auf die Dächer gelangt. Eine 67 jährige hatte die Erdgeschosswohnung des Hauses selbstständig verlassen. Die beiden Frauen mussten wie der 32 jährige vom Rettungsdienst in Krankenhäuser transportiert werden. Bei der 50 jährigen bestand Lebensgefahr. Im Laufe des Großeinsatzes kollabierte eine 28 jährige Feuerwehrfrau unter Atemschutz. Nach Erstbehandlung durch Feuerwehrarzt Dr. Andreas Leischner wurde auch sie ins Krankenhaus transportiert, was sie jedoch noch am Freitag wieder verlassen konnte. Die bei starken Böen schwierigen Löscharbeiten begannen. Dabei wurde die Einsatzstelle in 2 Abschnitte eingeteilt. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl von der Grabenstraße aus, als auch von der über die Hauptstraße zugänglichen Rückseite. Da zunächst ein Übergreifen der Flammen auf die enge Nachbarbebauung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das 4 Parteienhaus Grabenstraße 81 von den Einsatzkräften geräumt. Die Bewohner mussten die Nacht bei Angehörigen und Nachbarn verbringen. Herumfliegende Dachziegel erschwerten wie starke Böen die Arbeiten. Nach dem Teile der Decke eingestürzt waren, mussten die Löscharbeiten aus Sicherheitsgründen auf einen sogenannten Außenangriff beschränkt werden. Zur Versorgung mit Preßluftatmern wurde Nachschub aus dem Siegburger Kreisfeuerwehrhaus in die Altstadt gebracht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 0 Uhr hin. Das Haus wurde nach Hinzuziehung eines Statikers als derzeit nicht bewohnbar klassifiziert. Bürgermeister Peter Wirtz machte sich am Freitagabend vor Ort ein Bild von den Arbeiten.

Im Einsatz befanden sich auf Grund des um 18.08 Uhr veranlassten Vollalarms alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter mit 150 Kräften sowie der Rettungsdienst. Die Löschgruppe Bad Honnef-Rhöndorf wurde für mögliche Paralleleinsätze im Talbereich zum Gerätehaus Altstadt beordert, während die Löschgruppe Uthweiler im Gerätehaus Ittenbach den Bergbereich sicherte. Noch bevor diese Maßnahmen eingeleitet werden konnten, kam es tatsächlich zu einem weiteren Notruf. In Höhe des Kloster Heisterbachs hatten Anrufer gegen 18.08 Uhr Feuerschein im Wald bemerkt. Hier konnten die schon auf dem Weg in die Altstadt befindlichen Wehrleute des Löschzugs Oelberg schnell Entwarnung geben. Trotz der widrigen Witterung war hier Holz unter Aufsicht verbrannt worden.

Weitere Bilder können der Fotodumentation entnommen werden.