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Pressebericht vom 16.10.2006

Schwelbrand in Fertighaus alarmiert 40 Wehrleute
Nachbar erleidet Rauchvergiftung – Aufwendige Löscharbeiten

Ein Schwelbrand in der Zwischendecke und der Außenwand eines Flachdachbungalows in Königswinter-Bockeroth hat in der Nacht zu Montag die Freiwillige Feuerwehr Königswinter alarmiert. 40 Wehrleute mussten das Dach zum Teil mit Motorsägen auftrennen, um das Feuer zu bekämpfen. Ein Nachbar, der mit einem Gartenschlauch eigene Löschversuche unternommen hatte, musste mit Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Um 0.45 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Königswinter über einen Brand im Dachbereich eines Einfamilienhauses an der Düferother Straße in Königswinter-Bockeroth alarmiert. Die Bewohner hatten bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte das Haus bereits verlassen. Aus dem Flachdach des Bungalows schlugen im Bereich eines Kamins erste Flammen. Ein Bewohner war nach einen Stromausfall auf das Feuer im Kaminbereich aufmerksam geworden und hatte zwei weitere im Haus bereits schlafende Personen geweckt. Nach Alarmierung der Brandschützer hatte er vom Wohnzimmer aus mit einem Feuerlöscher eigene Löscharbeiten unternommen. Von außen ging ein auf den Brand aufmerksam gewordener Nachbar mit einem Gartenschlauch vor. Dabei erlitt dieser eine Rauchvergiftung. Nach nach erster Betreuung durch Feuerwehrarzt Andreas Leischner wurde er vom städtischen Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Brandnester befanden sich sowohl in einer Zwischendecke als auch in einer Außenwand des verklinkerten Fertighauses. Mittels Motorsägen musste die Dachhaut aufgetrennt werden, um an das Feuer zu gelangen. Die Brandausbreitung war für die Einsatzkräfte von außen nur durch eine Wärmebildkamera zu erahnen. Die Drehleiter des Löschzugs Altstadt leuchtete den Dachbereich von oben aus. Gegen 2.11 Uhr konnte schließlich von Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz, „Feuer aus“ an die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises gemeldet werden. Weitere Nachlöscharbeiten dauerten bis gegen 3 Uhr an. Zum Schutz vor dem Rauch war der Einsatz von Preßluftatmern notwendig. Ein Fahrzeug des Siegburger Kreisfeuerwehrhaus brachte noch in der Nacht Ersatz zur Düferother Straße.

Vor Ort waren 40 Wehrleute der Löschgruppen Bockeroth und Uthweiler, die Drehleiter des Löschzugs Altstadt, der Einsatzleitwagen aus Oberdollendorf sowie der städtische Rettungdienst.




Die Öffnung der Dachhaut ist erfolgt


Das Dach wird mittels Motorsägen geöffnet


Ablöschen mit Hohlstrahlrohr


Die Atemschutztrupps werden ausgetauscht


Die Suche nach den Brandnestern beginnt