Startseite Presseberichte Standorte Wir über uns Service Ansprechpartner Links Intern

Pressebericht vom 06.01.2002

Brand eines 4-geschossigen Mehrfamilienhauses in der Königswinterer Altstadt
9 Menschen konnten von der Feuerwehr gerettet werden

Der Brand eines über 100 Jahre alten Mehrfamilienhauses in der Königswinterer Altstadt hat in der Nacht zu Sonntag für einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. 9 Menschen konnten in einer dramatischen Rettungsaktion von der Feuerwehr über Leitern aus dem Gebäude gerettet werden, trotz aufwendigen Löscharbeiten ist der Sachschaden am Gebäude erheblich.

Gegen 3.42 Uhr wurde die Königswinterer Feuerwehr zu einem Gebäudebrand in der Bahnhofsallee/Ecke Bahnhofsstraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Treppenhaus und der Dachstuhl eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses im Vollbrand. Bewohner standen in den Fensterfronten und auf Balkonen. Es bestand die Gefahr, dass die verängstigten Menschen herunterspringen würden. Durch den massiven Feuerwehreinsatz gelang es, 9 Menschen über Leitern aus dem Haus zu retten. Sie erlitten Rauchvergiftungen und wurden vom Rettungsdienst in einer benachbarten Gaststätte erstversorgt. Im Anschluss erfolgte der Transport der leichtverletzten Menschen in umliegende Krankenhäuser. Das Feuer hatte sich mittlerweile vom Treppenhaus durch die hölzernen Decken auf das gesamte Gebäude ausgedehnt. Parallel zur Menschenrettung erfolgte die Einleitung eines massiven Löscheinsatzes, teilweise über 4 Drehleitern. Das Feuer konnte nach rund 1,5 Stunden in Gewalt unter Kontrolle gebracht werden. Erschwerend kam hinzu, dass der Löschangriff nur von außen vorgenommen werden konnte, ein Innenangriff war wegen Einsturzgefahr nicht mehr möglich. Auch wurden die Löscharbeiten von frostigen Temperaturen behindert. Unter Leitung von Kreisbrandmeister Walter Jonas waren alle Einheiten der Feuerwehr Königswinter, der Feuerwehr Bad Honnef sowie die Drehleitern aus Troisdorf und St. Augustin im Einsatz. In der schwierigsten Einsatzphase nahmen 150 Feuerwehrkräfte mit 32 Fahrzeugen zur Brandbekämpfung 3 Wenderohre über Drehleiter, 1 B-Rohr und 2 C-Rohre vor. Der Rettungsdienst war mit 4 Rettungstransportwagen, 7 Krankentransportfahrzeugen und mehreren Notärzten vor Ort.

Gegen Morgen war das Feuer endgültig gelöscht, die Aufräumungs– und Nachlöscharbeiten werden auch am Sonntag andauern. Erschwert werden sie von der Einsturzgefahr des Gebäudes und den immer noch frostigen Temperaturen. Zur Brandursache kann derzeit von Seiten der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden, auch der Brandschaden kann nicht abgeschätzt werden.