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Pressebericht vom 04.01.2002

Zahl der Feuerwehralarmierungen in Königswinter auch 2001 auf hohem Niveau
Ehrenamtliche rückten im Schnitt zu 5 Einsätzen in der Woche aus

„Unsere Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger war im vergangenen Jahr bei 246 Einsätzen zu jeder Tages –und Nachtzeit gefordert“, dass berichtete der stellvertretende Stadtbrandmeister Bruno Lemke bei der Vorstellung der Einsatzstatistik 2001 der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter. Während im Vorjahr Sommergewitter mit zahlreichen gleichgelagerten Alarmierungen für eine höhere Gesamteinzahl sorgten, gab es im vergangenen Jahr im Gegensatz hierzu Tage, an denen die Wehrleute völlig unterschiedlichen Einsatzlagen gegenüberstanden. Lemke nannte hier beispielhaft den 23. Juni 2001, als Einheiten die Honnefer Wehr beim Brand einer Diesellok auf der ICE-Strecke unterstützten, in Siegburg bei der Explosion in einem chemischen Unternehmen eingesetzt waren oder auch Bagatelleeinsätze wie eine Ölspur oder einen PKW-Brand bekämpften.

„Die Wehr wurde durchschnittlich in der Woche zu einem Feuer, drei technischen Hilfeleistungen und einem Fehlalarm gerufen“, so Lemke weiter. In Zahlen ausgedrückt fuhren die Ehrenamtlichen der 9 Einheiten zu 66 Löscheinsätzen (darunter je 2 Groß- und 2 Mittelbrände), 143 technischen Hilfeleistungen und 37 Fehlalarmen. 18 Menschen, die bei Bränden oder Verkehrsunfällen in Notlagen geraten waren, verdanken unmittelbar der Feuerwehr ihr Leben.

Von einem Beispiel, dass manchem Bürger das ehrenamtliche Handeln der Königswinterer Wehrleute nicht bewusst ist, berichtete Pressesprecher Lutz Schumacher: „Ein Bürger fragte uns nach erfolgreicher Brandbekämpfung morgens um 2.30 Uhr, ob wir für den Einsatz extra aufgestanden sind.“ Um hier Aufklärungsarbeit zu leisten, geht die Wehr moderne Wege. Neben einer verstärkten Pressearbeit sind Informationen zur Gliederung, Ausstattung und Einsatztätigkeit der Brandbekämpfer im Internet unter www.feuerwehr-koenigswinter.de abrufbar.

Die Ereignisse des 11. September und danach gingen auch an der Wehr nicht spurlos vorüber. „Feuerwehrleute aus Königswinter wie der ganzen Welt waren besonders betroffen und zeigten ihre Verbundenheit mit den verstorbenen amerikanischen Kollegen und deren Familien, in dem sie die Einsatzfahrzeuge mit Trauerflor schmückten", wie sich der stellvertretende Stadtbrandmeister Lemke erinnerte. In den Wochen danach musste sich die Wehr in Ausbildung und Ausstattung auf Milzbrandverdachtsfälle vorbereiten. Ein entsprechender Einsatz war hier zu bewältigen. Und schließlich galt es während der Afghanistankonferenz im November/Dezember sowohl den Feuerschutz für Tagungsteilnehmer und Journalisten, als auch für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. „12 Tage und Nächte waren wir rund um die Uhr mit 10 Feuerwehrleuten auf dem Petersberg anwesend“, so Lemke. Dass auch diese Herausforderung von den Ehrenamtlichen angenommen wurde, zeigte sich bei einem Dachstuhlbrand in Heisterbacherrott am 28. November. Durch den schnellen Einsatz mehrerer Einheiten war das Feuer schnell gelöscht, der parallele Konferenzeinsatz machte sich hier nicht negativ bemerkbar.

Um besondere Lagen, sei es im Zusammenhang mit Sturm, Schnee, Hochwasser oder anderen Großschadensereignissen besser bewältigen zu können, wünscht sich die Wehr ein Lagezentrum mit Besprechungs- und Funkmöglichkeiten. In diesem Bereich gibt es noch Verbesserungsbedarf. Ansonsten ist sie mit der Unterstützung durch Rat und Verwaltung zufrieden. Diese haben die wachsende Aufgabenvielfalt und Belastung der Ehrenamtlichen erkannt und streben nun die Stelleneinrichtung für einen hauptamtlichen Gerätewart an.

„Ehrenamt mit professionellem Anspruch“ war einmal die Überschrift zu einem Bericht über die Aufgaben– und Ausbildungsvielfalt eines freiwilligen Feuerwehrmanns betitelt worden. Dies zeigt sich auch im Aufwand, den die Feuerwehrfrauen und -männer der Siebengebirgsstadt 2001 im Bereich der Ausbildung betrieben haben. Neben regelmäßigen Übungen und Unterrichten in den Löschgruppen und -zügen besuchten 78 Feuerwehrleute Lehrgänge auf Stadt-, Kreis –und Landesebene. Besonders erfreulich ist hierbei, dass alleine 20 Frauen und Männer mit dem Abschluss der Grundausbildung in den nicht immer einfachen Einsatzdienst übernommen werden konnten. Nachwuchssorgen bestehen daher derzeit bei den Aktiven wie bei der Jugendfeuerwehr nicht.

Einsatzstatistik 2001 66 Löscheinsätze hiervon 2 Großbrände 2 Mittelbrände 62 Kleinbrände 143 Technische Hilfeleistungen hiervon 63 Verkehrsunfälle 37 Wasser/Sturmschäden 10 Gefahrguteinsätze 8 Tiere in Notlage 25 sonstige Hilfeleistungen 37 Fehlalarmierungen