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Pressebericht vom 02.04.2006

Großbrand alarmiert 100 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst
Aufwendige Suche nach vermissten Personen bei Feuer in Mehrfamilienhaus

Pressemitteilung 02.04., 6 Uhr

Der Brand des Dachgeschosses und des Treppenraumes eines dreieinhalb geschossigen Gründerzeithauses in der Königswinterer Altstadt hat in der Nacht zu Sonntag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Die Bewohner konnten augenscheinlich das Objekt rechtzeitig unverletzt verlassen. Von den 18 dort gemeldeten Mitbürgern blieb der Verbleib von 2 Personen in der Nacht unklar. Wegen Einsturzgefahr konnte das Haus zunächst nicht mehr betreten werden. Die Menschen kamen bei Freunden und Verwandten unter bzw. mussten vom Ordnungsamt in einem Hotel untergebracht werden.

Um 0.28 Uhr in der Sonntagnacht wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Brand in der Bahnhofstraße 25 alarmiert. Mehrere Anrufer hatten bei Feuerwehr und Polizei von einer Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses berichtet. Schlafende Menschen wurden von anderen geweckt und verließen das Haus. Die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die wenige Minuten später eintrafen, fanden eine völlig unklare Situation vor. So gab es widersprüchliche Aussagen darüber, ob nun alle Menschen das Haus verlassen hatten. Aus dem Dachgeschoss stieg Rauch auf, aus dem rückseitigen Treppenraum bereits Flammen. Versuche, über die Treppe vorzudringen, gelangen bereits nicht mehr, da diese teilweise vor den Augen der Einsatzkräfte zusammenstürzte. Die unter Preßluftatmer vorgehenden Wehrleute mussten zum Schutz des eigenen Lebens den Hausflur verlassen, da ihnen brennende Gegenstände entgegenkamen. Treppenhaus und Dachgeschoss standen gegen 0.43 Uhr lichterloh in Flammen. So war die Suche nach Personen wie auch die Brandbekämpfung nur noch von außen möglich. Drehleitern aus Bonn und Bad Honnef wurden von Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz, genauso nachgefordert, wie ein Großaufgebot des Rettungsdienstes verschiedener Hilfsorganisationen aus dem Kreisgebiet.

Schlafende Menschen aus den Nachbargebäuden wurden geweckt und zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Die Feuerwehr ging mit bis zu 5 C-Rohren über die Drehleitern aus Königswinter und Bad Honnef, die Hinterhöfe und Balkone der nebenstehenden Häuser vor. So konnte das Feuer in Dachgeschoss und Treppenraum um 1.02 Uhr unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen verhindert werden. Parallel stiegen Brandschützer über Leitern auf der Vorder- und Rückseite auf und schlugen auf der Suche nach möglicherweise noch im Haus befindlichen Personen Scheiben ein. Von 18 im Objekt gemeldeten Personen konnten 16 registriert werden. Der Verbleib von 2 Menschen, die in der Dachgeschosswohnung gemeldet waren, blieb unklar. Hier konnte in der Nacht niemand eine Aussage treffen, ob sie zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zu Hause waren. Für die Evakuierten standen Feuerwehrfahrzeugen bereit. Später kamen sie bei Freunden und Bekannten unter. Für 4 Menschen vermittelte das Ordnungsamt Hotelzimmer.

Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Da die Anwohner alle unverletzt blieben, konnten die zahlreichen Kräfte des Rettungsdienstes gegen 2 Uhr ihren Heimweg antreten. Um 2.35 Uhr war das Feuer, u.a. mehrere schwer zugängliche Brandnester im Dachstuhlbereich, aus. Eine Brandwache blieb bis in die Morgenstunden vor Ort. Während der Löscharbeiten hatte die Löschgruppe Bockeroth am Feuerwehrgerätehaus Altstadt für mögliche Paralleleinsätze in Bereitschaft gestanden. Im Einsatz befanden sich 100 Kräfte von Rettungsdienst, Polizei sowie den Einheiten Altstadt, Ober- und Niederdollendorf, Ittenbach und Bockeroth der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter. Unterstützung kam von Kräften der Feuerwehren Bad Honnef und Bonn, sowie des Kreisfeuerwehrhauses. Stadtbrandinspektor Michael Bungarz leitete die Brandbekämpfung. Kreisbrandmeister Walter Jonas unterstützte ihn hierbei.

Treppenhaus und Dachgeschoss des Hauses aus der Jahrhundertwende wurden fast vollständig zerstört. Durch Löschwasser wölbten sich die Lehmdecken gefährlich, so dass das gesamte Objekt wegen Einsturzgefahr derzeit nicht mehr betreten werden kann. Mitarbeiter der Energieversorgungsunternehmen stellten aus Sicherheitsgründen die Versorgung des Hauses ein. Die Polizei versiegelte die Brandstelle und wird die weiteren Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Von Seiten der Feuerwehr kann hierzu wie auch zur Schadenshöhe keine Auskunft gegeben werden.

Bilder vom Einsatzgeschehen können der Fotodokumentation entnommen werden