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Pressebericht vom 28.12.2005

Winterliche Einsätze im Siebengebirge
Feuerwehr transportiert gestürzten Wanderer, unterstützt bei verunfallter Schlittenfahrerin und leitet Suchaktion nach elfjährigem Jungen ein

Die winterliche Witterung im Siebengebirge hat der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Mittwochnachmittag drei Einsätze beschert. Zunächst musste der Rettungsdienst unterstützt werden, um einen gestürzten Wanderer am Oelbergplateau zum Rettungswagen zu transportieren. Kurz nach Einsatzende wurden die Wehrleute an der Einsatzstelle von einer Mutter angesprochen, die ihren elfjährigen Sohn vermisste. Nach Alarmierung weiterer Feuerwehrkräfte und der Polizei tauchte er wieder auf, so dass die Suchaktion abgebrochen werden konnte. Das Kind hatte eine Schlittenfahrt dem gemeinsamen Aufstieg zum höchsten Berg des Siebengebirges vorgezogen. An der Löwenburg verunglückte schließlich eine Schlittenfahrerin. Auch hier galt es den Rettungsdienst zu unterstützen.

Um 12.59 Uhr wurde die Löschgruppe Ittenbach alarmiert, da ein Wanderer beim Abstieg des Oelbergs gestürzt war. Eine Anfahrt bis zur Unfallstelle mit dem Rettungstransportwagen des alarmierten Malteser Hilfsdienstes St. Augustin war auf Grund der Straßenverhältnisse nicht möglich. Die Einsatzkräfte zogen Schneeketten auf zwei Feuerwehrfahrzeuge und transportierten die zugestiegenen Rettungskräfte bis zur Fernmeldestation unterhalb des Gipfels. Dort wurden sie bereits erwartet. Ein älterer Mann war auf einem Steilweg unterhalb des Restaurants gestürzt. Nach Behandlung durch den Rettungsdienst musste er von der Feuerwehr mittels einer sogenannten Schleifkorbtrage bis zum Mannschaftstransportfahrzeug getragen werden. Von dort ging es bis zur Magarethenhöhe, wo der Mann in den Rettungswagen umgelagert werden konnte.

Während der Aufräumungsarbeiten an der Magarethenhöhe wurden die Wehrleute von einer Mutter angesprochen, die ihren elfjährigen Sohn vermisste. In Begleitung der Großmuter und einer kleinen Schwester waren sie zum Schlittenfahren auf den Oelberg gestiegen. Der Sohn fuhr kleinere Abschnitte mit dem Schlitten bereits abwärts. Schließlich wurde er nicht mehr gesehen, so dass die Mutter die Brandschützer um Hilfe bat. Zur Unterstützung wurden um 14.37 Uhr die Polizei sowie die Löschzüge Altstadt und Oelberg sowie der Einsatzleitwagen aus Oberdollendorf alarmiert. Kurz nach Beginn der Suchaktion erschien das vermisste Kind, das lediglich alleine Schlitten gefahren war.

Um 15.46 Uhr erhielt die Löschgruppe Ittenbach den nächsten Hilferuf von der Wiese unterhalb des Löwenburger Hofs. Hier hatte sich eine Schlittenfahrerin leicht verletzt. Ein Fahrzeug des städtischen Rettungsdienstes kam auf Grund der Witterungsverhältnisse nicht mehr weiter. Mittels aufgezogener Schneeketten gelang es, diese erneute Einsatzstelle zu erreichen. Auf der Rückfahrt von der Löwenburg sorgte ein vorausfahrendes Feuerwehrfahrzeug mit Lautsprecherdurchsagen dafür, dass Fußgänger und Schlittenfahrer die Wege für den abfahrenden Rettungswagen freihielten.

Die Einsätze nimmt die Freiwillige Feuerwehr Königswinter zum Anlass darauf hinzuweisen, dass nur auf den ausgewiesenen Parkflächen PKW abgestellt werden dürfen. Zufahrtswege beispielsweise im Bereich der Magarethenhöhe können jederzeit als Anfahrtsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge dienen.




Die Schneeketten werden nach den Oelbergeinsätzen verstaut


Im Siebengebirge herrscht Hochbetrieb für Schlittenfahrern


Absprache wg. der Suchaktion mit der eintreffenden Polizei


Das Kind ist gefunden. Es bleibt jedoch nicht beim letzten Einsatz für die Löschgruppe Ittenbach


Nach dem Einsatz auf der Löwenburg werden die Schneeketten wieder entfernt


Fotos: Marc Neunkirchen