Startseite Presseberichte Standorte Wir über uns Service Ansprechpartner Links Intern

Pressebericht vom 26.12.2005

Feueralarm in Schwesternwohnheim löst Großalarm aus
4 Schwestern erleiden Rauchvergiftungen – Angrenzendes Seniorenheim nicht betroffen

Der Brand von Möbeln in einem Aufenthaltsraum des sogenannten Theresia-Bonzel-Konvents, einem dem Altenheim Haus Konstantia in Königswinter-Oberpleis angeschlossenen Wohnheims für Schwestern im Ruhestand, hat am Abend des 2. Weihnachtstages einen Großalarm von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. 4 Schwestern erlitten Rauchvergiftungen, 2 davon mussten stationär behandelt werden. Das räumlich verbundene Seniorenheim mit 78 Heimplätzen war vom Brand nicht betroffen.

Zwei Minuten, nach dem die Löschgruppe Bockeroth zu einem Kaminbrand in Oelinghoven alarmiert worden war, endeten auch für zahlreiche weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter die Weihnachtsfeierlichkeiten. Um 18.51 Uhr wurden sie über das Feuer in dem rückwärtigen dreigeschossigen Seitenflügel der Seniorenwohnanlage informiert. Da zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß und die Zahl der gefährdeten Menschen unklar waren, rückten rund 80 Feuerwehrleute sowie 20 Kräfte des Rettungsdienstes aus. Schnee und Eis auf den Straßen erschwerte die Anfahrt. Nach Eintreffen der ersten Fahrzeuge gingen 3 Trupps unter Atemschutz in das 3. Geschoss des mit 35 Schwestern belegten Wohnheims vor. Die Etage war vollständig verqualmt. Schwestern kamen den Wehrleuten entgegen und wurden aus dem Rauch in eine darunter liegende Etage evakuiert. Sie gaben den Einsatzkräften an, dass es in einem Aufenthaltsraum brennen würde. Nach dem Gebet in der Kapelle waren sie zurückgekehrt und hatten das Feuer bemerkt. Eigene Löschversuche brachten keinen Erfolg. 2 Schwestern wurden auf einen Balkon in Sicherheit gebracht. Hier wurden sie von Einsatzkräften, die über eine Leiter hinaufgestiegen waren, beruhigt. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte man ihnen das Herabsteigen über die Leiter ersparen. Insgesamt 15 Schwestern wurden von mehreren Notärzten und weiterem Rettungsdienstpersonal betreut. 4 erlitten eine Rauchvergiftung, 2 davon mussten stationär behandelt werden. Das Feuer in dem Heimtrakt, der vom Orden der Franzikannerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe“ betrieben wird, war um 19.17 Uhr gelöscht. Es hatte ein Tisch sowie daneben stehende Möbel gebrannt. Als Brandursache wird ein Weihnachtsgesteck vermutet.

Der Rauch wurde mittels Überdrucklüfter aus dem betroffenen Bereich herausgedrückt. In Absprache zwischen Feuerwehr und Ordnungsamt wurde verfügt, dass die Etage in der Nacht nicht mehr genutzt wird. Die Seniorinnen wurden in anderen Teilen des Gebäudes untergebracht. Das Hauptgebäude, das durch einen Gang mit dem betroffenen Seitentrakt verbunden ist, war vom Feuerwehreinsatz nicht betroffen. Um 20.15 Uhr konnten die Helfer zu ihren Unterkünften zurückkehren.

Vor Ort waren neben Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Kreisbrandmeister Walter Jonas rund 100 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. So die Einheiten Altstadt, Oberdollendorf, Ittenbach, Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach aus dem Stadtgebiet Königswinter sowie weiteren Feuerwehren aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Feuer- und Rettungsleitstelle hatte nach dem Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten II“ ausgelöst. Dadurch rückte auch der Rettungsdienst mit mehreren Notärzten, Rettungstransportfahrzeugen und weiteren Helfern nach Oberpleis aus.

Der Paralleleinsatz in Oelinghoven, bei der in der Straße „Im Winkel“ der Kamin eines Einfamilienhauses brannte, war durch Vornahme eines Kaminkehrgerätes schnell bekämpft. So war es möglich, dass die Löschgruppe Bockeroth zur Unterstützung auch noch nach Oberpleis ausrücken konnte.




Schwestern werden auf einem Balkon von der Feuerwehr betreut


Kräfte warten auf ihren Einsatz


Das brennende Mobiliar sorgte für die Rauchentwicklung


Der Rettungsdienst betreute die betroffenen Bewohner


Besichtung des Brandraums nach dem Einsatz