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Pressebericht vom 11.11.2005

Feuer zerstört Dachstuhl und Wohnräume eines Einfamilienhauses
120 Wehrleute bekämpfen Großbrand in Oberpleis

Der Brand eines Einfamilienreihenhauses in der Straße „Im Rothsiefen“ in Königswinter-Oberpleis hat am Freitagabend 120 Wehrleute aus 7 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Der Einsatz von bis zu 5 C-Rohren konnte ein Übergreifen auf die Nachbarbebauung verhindern. Wohnräume im Ober- sowie im Dachgeschoss des Brandobjekts wurden jedoch durch Feuer und Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Wohnhaus wurde unbewohnbar. Die Eigentümer, die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause waren, mussten die Nacht anderweitig untergebracht werden.

Um 16.43 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, da Nachbarn Brandgeruch und eine leichte Rauchentwicklung aus einem Dachgeschossfenster des Hauses wahrgenommen hatten. Bereits eine Minute nach der Alarmierung war ein zufällig in der Nähe befindliches Fahrzeug der Löschgruppe Ittenbach vor Ort. Da die Hausbewohner nach Angaben der Anrufer nicht zu Hause waren, verschafften sich Wehrleute unter Atemschutz gewaltsam Zugang zu dem Haus. Zunächst wurden die Räume durchsucht, um sicher gehen zu können, dass keine Menschenleben mehr in Gefahr waren. Parallel gingen weitere Trupps vor, um die Ursache der Rauchentwicklung zu erkunden. Sowohl in Räumen des Obergeschosses als auch im ausgebauten Dachgeschoss konnte zwischenzeitlich Feuerschein wahrgenommen werden. Gegen 17.14 Uhr kam es zur Durchzündung der Räume in beiden Geschossen. Die Feuerwehr nahm bis zu 5 C-Rohre von innen als auch von außen, unter anderem über die Drehleiter des Löschzugs Altstadt, vor. Weitere Einheiten, die Drehleiter des Löschzugs St. Augustin-Mülldorf sowie der städtische Rettungsdienst zur Eigensicherung wurden alarmiert.

Durch den massiven Löschangriff konnte um 18.58 Uhr „Feuer in der Gewalt“ an die Siegburger Feuer- und Rettungsleitstelle gemeldet werden. Die Suche nach Brandnestern gestaltete sich schwierig, da wegen Einsturzgefahr teilweise die Räume nicht mehr begehbar waren. Hilfreich war hier eine Wärmebildkamera, die Hinweise geben konnte. Auch wurde während der Löscharbeiten das direkt angebaute Nachbarhaus kontrolliert. Beide Häuser verfügen über einen gemeinsamen Spitzboden, was eine Brandausbreitung hätte erleichtern können. Hier kam es jedoch sichtbar zu keinen Schäden. Erschwert wurden die Löscharbeiten dadurch, dass das Brandobjekt nur von der Straße aus zugänglich war. Gegen 19.00 Uhr trafen die Eigentümer ein, denen die Nachricht von Feuerwehr und Polizei übermittelt wurde. Die Nachlösch –und Aufräumungsarbeiten, bei denen Teile des Dachstuhls von außen über die Drehleiter abgetragen werden mussten, zogen sich bis in den späten Freitagabend hin.

Im Einsatz waren 120 Wehrleute aus 7 der 8 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter. Lediglich die Löschgruppe Niederdollendorf blieb für mögliche Paralleleinsätze in Bereitschaft. Die Einsatzkräfte benötigten 24 Atemschutzgeräte, für die aus dem Siegburger Kreisfeuerwehrhaus Ersatz nach Oberpleis gebracht wurde. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz.

Die Polizei Bonn nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Zur Höhe des Sachschadens kann von Seiten der Feuerwehr keine Auskunft gegeben werden.




Durchzündung der Räume im Dachgeschoss


Bei Eintreffen steigt Rauch aus einem Dachgeschossfenster


Durchzündung der Räume im Dachgeschoss


Der Löschangriff über die Drehleiter wird vorbereitet


Brandbekämpfung über die Drehleiter


Trupps unter Atemschutz bereiten sich für den Einsatz vor


Reserveatemschutzgeräte kommen aus Siegburg


Der Brand sowie das Löschwasser sorgen für Zerstörungen im Haus


Suche nach Brandnestern im Spitzboden