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Pressebericht vom 10.10.2005

Komplizierter Rettungseinsatz nach Verkehrsunfall in Willmeroth
95 jähriger PKW-Fahrer verstirbt auf dem Weg ins Krankenhaus

Ein Zusammenstoß eines PKW mit einem LKW auf der Willmerother Straße zwischen Königswinter-Sandscheid und Willmeroth hat am Montagmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Der PKW-Fahrer wurde mit technischen Mitteln der Feuerwehr lebend befreit, verstarb jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die 86 jährige Beifahrerin sowie der 63 jährige LKW-Fahrer erlitten mittelschwere Verletzungen.

Um 12.24 Uhr wurden Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter zu dem Verkehrsunfall alarmiert. Erste Meldungen sprachen davon, dass ein Fahrzeug brennen würde. Dies konnte nach Eintreffen auf die Rauchentwicklung zurückgeführt werden, die sich nach dem Auslösen der Airbags ergeben hatte. Ein PKW und ein LKW lagen nach dem Zusammenstoß auf einer lang gezogenen Gerade jeweils gegenüber in den Straßengräben. Der LKW-Fahrer konnte sich selbst befreien. Feuerwehr und Rettungsdienst gelang es ebenfalls schnell, die Beifahrerin aus dem Fahrzeug zu retten. Sehr kompliziert zeigte sich jedoch die Rettung des massiv in seinem Fahrzeug eingeklemmten 95 jährigen PKW-Fahrers. Zunächst erfolgte eine Versorgung durch den Notarzt, bevor die Feuerwehr das Fahrzeug auf die Straße ziehen konnte. Diese Maßnahme war notwendig, um einen Zugang zu dem Verunfallten zu schaffen. Im Anschluss wurden hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt. Mehrfach mussten die Arbeiten unterbrochen werden, damit der Rettungsdienst den Zustand des Mannes stabilisieren konnte. Schließlich konnte er um 13.24 Uhr befreit werden. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen erfolgte sein Transport in Richtung des Krankenhauses Beuel. Auf dem Weg dorthin verstarb er trotz der intensiven Bemühungen des Rettungspersonals.

Zur Sicherung des Brandschutzes gingen Wehrleute mit 2 Rohren in Bereitstellung. Auch liefen bei beiden Fahrzeugen Öl und Benzin aus, so dass diese Betriebsstoffe mit Ölbindemittel aufgefangen werden mussten. Mit der Drehleiter des Löschzugs Altstadt wurde die Polizei unterstützt, in dem aus dem Rettungskorb Fotoaufnahmen der Unfallstelle geschossen wurden.

Die Feuerwehr blieb bei diesem Einsatz von einem Eigenunfall nicht verschont. Auf der Anfahrt zur Unfallstelle in Willmeroth verunglückte ein Fahrzeug der Löschgruppe Ittenbach an der Kreuzung Siegburger Straße/Nonnenberger Straße mit einem PKW. Hier blieb es zum Glück bei Sachschaden.

Im Einsatz befanden sich 25 Wehrleute der Löschgruppen Uthweiler, Ittenbach und Eudenbach. Geleitet wurde die Rettung von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz. Die Besatzungen von 3 Rettungstransportwagen aus Königswinter und Asbach, des Rettungshubschraubers Christoph 3 aus Köln sowie der Notarzt Königswinter kümmerten sich um die Verletztenversorgung.




Der eingeklemmte Fahrer wird vom Rettungsdienst behandelt


Die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt


Vom PKW bleibt nur ein Wrack


Am LKW läuft Hydrauliköl aus


Zahlreiche Medienvertreter erhalten nach der Rettung die Gelegenheit, Aufnahmen zu erstellen


Die Polizei erstellt Luftbilder mit Hilfe der Drehleiter


Gegen 19.45 Uhr ist die Straße von den Unfallfahrzeugen geräumt


Fotos: Marc Neunkirchen