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Pressebericht vom 10.08.2005

Diskonebel sorgt für Verrauchung der Hoteletage
Feuerwehr und Hausleitung proben auf dem Petersberg den Ernstfall

Das Trainieren des richtigen Verhaltens bei einem Feuer war Anlass für eine groß angelegte gemeinsame Übung von Feuerwehr und Hotel am Mittwochabend auf dem Petersberg. Dass der Ernstfall schneller als gewünscht eintreten kann, merkten die Wehrleute mal wieder am eigenen Leibe. 30 Einsatzkräfte wurden vom Petersberg abberufen, als ein Druckknopfmelder im Altenpflegeheim Kloster Heisterbach Alarm schlug. Hier war jedoch schnell erkundet, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Die Fahrzeuge konnte die Übung im 5-Sternehotel fortsetzen.

Um 18.55 Uhr begann die Übung im Bundesgästehaus, als ein automatischer Rauchmelder Feuer im Zimmer 524 meldete. Das Hotelpersonal, das zu Übungszwecken vorab nicht über diesen fiktiven Einsatz in Kenntnis gesetzt worden war, begann daraufhin mit den Evakuierungsmaßnahmen. Gäste wurden von der Hotelleitung informiert, dass es sich um eine Übung handelte und um entsprechendes Verständnis gebeten. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Führung von Brandinspektor Heiko Basten waren bis auf 3 Personen alle Gäste an den zentralen Sammelort, die Kapelle, geführt worden. Nun begann die Arbeit der Wehr. Unter Atemschutz wurde nach den Vermissten, Übungsdarsteller der Jugendfeuerwehr, in dem Gebäudetrakt, aus dem die fiktive Feuermeldung kam, gesucht. Dieser war mit Diskonebel verraucht worden. Recht schnell gelang es dennoch, die Jugendfeuerwehrleute zu finden. Anstrengend war die Rettung der feuerwehreigenen Übungspuppe „Randy“, die mit ihren 80 Kilogramm über 5 Etagen ins Freie getragen werden musste. Parallel begannen andere Einheiten mit dem Aufbau von Schlauchleitungen außerhalb des Gebäudes. Hier sollte geprüft werden, ob die Entnahme der ca. 300.000 Liter, die als Löschwasser in unterirdischen Behältern auf dem Petersberg zur Verfügung stehen, reibungslos funktionieren würde. Auch hier gab es keine Schwierigkeiten. Das die Realität manchmal das Übungsszenario noch verschärfen kann, wurde um 19.14 Uhr klar. Die Brandmeldeanlage des Altenpflegeheims Kloster Heisterbach löste einen Alarm aus. Daraufhin rückten die Einheiten Ober- und Niederdollendorf sowie die Drehleiter des Löschzugs Altstadt zu dem echten Einsatz aus. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es sich hier um einen Fehlalarm handelte.

Nach der Übung äußerte sich der Direktor des Gästehauses Petersberg, Horst Jüntgen, sowie der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter, Michael Bungarz, positiv über den Verlauf. Dem Hotelpersonal war es innerhalb weniger Minuten gelungen, das Haus zu räumen. Auch die Feuerwehr konnte Ortskenntnisse gewinnen, um bei einem echten Einsatz schnell handeln zu können. Die Hotelgäste äußerten Verständnis für eine solche Übung, die der eigenen Sicherheit dient. An dem „Einsatz“ nahmen 80 Wehrleute der Löschzüge Altstadt und Oelberg sowie der Löschgruppen Ober- und Niederdollendorf, Bockeroth, Ittenbach und Eudenbach teil.




Rauch steigt aus einem Fenster im Südtrakt auf




Trupps gehen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor


Einer Person wird eine Fluchthaube angelegt


Die Übungspuppe wird durch das Treppenhaus gerettet


Aus dem Regenüberlaufbecken wird Wasser entnommen


Fotos: Marc Neunkirchen