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Pressebericht vom 13.02.2005

Feuer zerstört Fachwerkhaus in Königswinterer Altstadt
120 Wehrleute im Einsatz - Einsturzgefahr erschwert Einsatz

Ein Fachwerkhaus in der Königswinterer Fußgängerzone wurde bei einem Brand am Sonntagabend vollständig zerstört. 120 Wehrleute verhinderten das Übergreifen auf die enge Nachbarschaftsbebauung. Einsturzgefahr und Brandnester behinderten die Löscharbeiten und machten eine Sicherheitswache über die gesamte Nacht erforderlich. Am Montag wird sich entscheiden, ob ein vollständiger Abriss des Gebäudes notwendig wird. Die Bewohner des Brandobjekts sowie eines Nachbarhauses kamen bei Familien und Freunden unter bzw. mussten vom Ordnungsamt der Stadt Königswinter in Hotels untergebracht werden.

Gegen 17.53 Uhr am Sonntagabend erreichte die Feuer- und Rettungsleitstelle zahlreiche Meldungen von einem Dachstuhlbrand im Gebäude Hauptstraße 368. Daraufhin entsandten die Disponenten direkt Großaufgebot der Feuerwehr in die Fußgängerzone. Stadtbrandinspektor Michael Bungarz erreichte als erstes die Einsatzstelle. Bei seinem Eintreffen brannten Wohnräume im ersten Obergeschoss in voller Ausdehnung. Das Feuer griff auf den darüber liegenden Dachstuhl über. Durch einen massiven Löschangriff, der u.a. über die Drehleiter des Löschzugs Altstadt vorgetragen wurde, konnte in dieser kritischen Einsatzphase ein Übergreifen auf die verwinkelte Nachbarschaftsbebauung verhindert werden. Die 7 Bewohner sowie der Betreiber der im Erdgeschoss untergebrachten Imbissstube hatten das Haus bereits selbstständig verlassen. Unter Atemschutz gingen weitere Kräfte in das Fachwerkhaus vor. Die Nachbarhäuser wurden geräumt, wobei einige Wohnungen von der Feuerwehr gewaltsam aufgebrochen werden mussten. Die aus Lehm und Stroh bestehenden Wände gaben dem Feuer reichlich Nahrung. Erst nach Vornahme 1 B-Rohres, 1 Wenderohres über die Drehleiter sowie zweier weiterer C-Rohre konnte gegen 18.45 Uhr „Feuer in der Gewalt“ gemeldet werden. Die Decken zogen sich mit dem Löschwasser voll. Gleichzeitig brannte die Decke zum Dachgeschoss teilweise durch. Ein Statiker wurde von Einsatzleiter Bungarz hinzugezogen. Gemeinsam wurde entschieden, dass ein weiteres Vordringen im Haus auf Grund nicht auszuschließender Einsturzgefahr zu unterbleiben habe. Daraufhin wurden die unter Atemschutz und Nutzung der Wärmebildkamera vorgehenden Wehrleute aus dem Haus abgezogen. Über die Drehleiter wurden Teile des Dachs abgetragen. Löschmaßnahmen erfolgten nur noch von außen durch die Fenster. Die Energieversorgungsunternehmen hatten vorsorglich Gas und Strom abgestellt. Die Hauptstraße wurde in Höhe des Fachwerkhauses mit Zäunen vom Baubetriebshof abgesperrt. Immer wieder flackerten Brandnester auf. Aus diesem Grunde verblieb bis mindestens Montag morgen eine Brandsicherheitswache. Am Montag wird nach Besichtigung durch die Bauordnungsbehörde das weitere Vorgehen entschieden werden. Zum Nachbarhaus Hauptstraße 370 entdeckte die Feuerwehr Brandnester, so dass Bewohner beider Häuser die Nacht in Familien bzw. Notunterkünften verbringen mussten.

Im Einsatz befanden sich unter Leitung von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz 120 Wehrleute aller Königswinterer Einheiten. Unterstützt wurden sie von der Löschgruppe Bad Honnef-Rhöndorf sowie von einem Transportfahrzeug für Atemschutzgeräte des Rhein-Sieg-Kreises. Auch Kreisbrandmeister Walter Jonas war in die Altstadt geeilt und unterstützte die Einsatzleitung.

Beim Einsatz sind zu Zwecken der Dokumentation zahlreiche Bilder entstanden. Wir verweisen auf unsere Sonderseite.




Das Foto entstand in der ersten Einsatzphase