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Pressebericht vom 10.06.2004

Vermeintlicher Kleinbrand beschäftigt Feuerwehr über sechs Stunden
In Scheuren geraten 120 Heuballen in Brand. Zwei weitere Einsätze in der Nacht

Scheuren. Ein vermeintlicher Kleinbrand beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr Königswinter am frühen Donnerstagmorgen über sechs Stunden lang. Ein Anrufer hatte der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg Brandgeruch auf der Siegburger Straße in Höhe Niederscheuren gemeldet. Von einem Kleinbrand ausgehend alarmierte die Leitstelle gegen 4 Uhr die Löschgruppe Bockeroth. Unter der Leitung des Stellvertretenden Löschgruppenführes Klaus Kümpel rückten 16 Ehrenamtliche aus. Auf einer Weide an einen parallel zur Siegburger Straße zwischen Bockeroth und Niederscheuren verlaufenden Feldweg fanden die Feuerwehrleute eine brennende Heumiete mit etwa 120 Rundballen vor.

Durch die starken Regenfälle am Vorabend war das kniehohe Gras der umgebenden Weide und die nahe stehenden Bäume so durchnässt, dass ein Übergreifen der Flammen und die Entwicklung des Feuers zu einem ausgedehnten Flächenbrand verhindert wurde.

Mit bis zu vier Strahlrohren gleichzeitig rückten die Wehrmänner dem Brand zu Leibe, wegen der zeitweise extrem starken Rauchentwicklung teils mit schwerem Atemschutzgerät ausgerüstet. Autoreifen, die als Grundlage des Ballenstapels dienten und die Reste der Abdeckplane erschwerten die Löscharbeiten.

Da das Löschwasser, dass über eine circa 300 Meter lange Leitung aus Niederscheuren zur Einsatzstelle gepumpt werden musste, nicht in die Glutnester im Inneren der Ballen durchsickern konnte, wurden aufwändige Ablöscharbeiten nötig.

Mit zwei Traktoren und Mistgabeln mussten die ständig wieder aufflammenden Heuballen abgetragen und auseinander gezogen werden, um die Glutnester erfolgreich zu bekämpfen. Wegen der großen Menge dauerten diese Arbeiten bis in die frühen Mittagsstunden an.

In der Nacht zum Frohnleichnamstag wurden auch zwei weitere Einheiten der Feuerwehr Königswinter zu Einsätzen alarmiert. Der Löschzug Oelberg musste auf der L 268 in der Nähe des Klosters Heisterbach eine rund 15 Meter lange Buche entfernen, die quer über der Fahrbahn lag. Die Löschgruppe Uthweiler leistete Aufräumungsarbeiten bei einem Verkehrsunfall auf der Landstraße L 268 in der Nähe von Sandscheid.




Nachlöscharbeiten am frühen Morgen gegen 7 Uhr


Der Heuballenbrand sorgte für starke Rauchentwicklung


Nächtliche Löscharbeiten in Niederscheuren