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Mitteilung vom 28.01.2017

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze für langjährigen Löschzugführer Norbert Bäßgen

Ehrungen und Beförderungen standen bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Uthweiler auf der Tagesordnung.  

26.01.2017 UTHWEILER. Bürgermeister Peter Wirtz und Stadtbrandinspektor Michael Bungarz dankten Norbert Bäßgen für seine ehrenamtliche Leistung im Dienst der Allgemeinheit und auch dem gesamten Löschzug für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Was hat Feuerwehr mit Schuhplattlern zu tun? Der Löschzug Uthweiler kam damit einst jedenfalls ins Fernsehen. Für ihren ersten bayerischen Abend vor 25 Jahren hatten sich sechs Kameraden zu einer Schuhplattler-Truppe formiert. Die Krönung: Die Männer traten in der TV-Sendung „Geld oder Liebe?“ auf.

Norbert Bäßgen war nicht dabei. Aber seitdem er im November nach exakt 25 Jahren die Leitung des Löschzugs Uthweiler abgab, tüftelten die Uthweiler Feuerwehrleute für ihren Chef a.D. eine faustdicke Überraschung aus. Die servierten sie ihm dann bei der Jahresdienstbesprechung im Gerätehaus. Da kam es für Bäßgen wirklich „knüppelhart“. Schon das Offizielle war für den Brandoberinspektor, der nun normalen Dienst in der Truppe leistet, umwerfend. Denn: Sein unermüdlicher Einsatz wurde mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze gewürdigt – eine ganz seltene Auszeichnung.

Bürgermeister Peter Wirtz und Stadtbrandinspektor Michael Bungarz dankten ihm für seine ehrenamtliche Leistung im Dienst der Allgemeinheit, wie beide auch dem gesamten Löschzug für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr Dank und Anerkennung zollten. Außerdem wurde Bäßgen zum Ehrenmitglied des Fördervereins ernannt. Im Anschluss entführten die Feuerwehrkameraden ihren ehemaligen Chef in die Halle Dahs in Jüngsfeld zum bayerischen Abend mit Geld-oder-Liebe-Gefühlen.

Denn Helmut Hönighausen, der damals schon im Fernsehen plattlerte, hatte mit Bäßgen-Nachfolger Torsten Weiler, dem neuen Vize-Löschzugführer Jonny Kiwaczynski, Benedikt Jankowski und Tobias Behr einen Schuhplattler Tanz einstudiert. Die Halle stand Kopf, als die Herren in feschen Lederhosen loslegten. Eine umwerfende Gaudi. An dem Abend wurden natürlich auch deftige bayerische Spezialitäten aufgetischt. Zudem spielte der Musikzug der Eudenbacher Feuerwehr bei den Nachbarn auf.

Diese bayerische Auszeit hatten sich die Feuerwehrleute wirklich verdient. Der Jahresbericht des Löschzugs beinhaltete 58 Einsätze, darunter neun Fehlalarmierungen. In zwölf Fällen mussten die Kameraden zu Brandeinsätzen ausrücken. In 37 Fällen waren es technische Hilfestellungen: Dabei ging es elf Mal um die Rettung von Menschenleben, einmal um Tierrettung.

Zu vier Verkehrsunfällen rückten die Einsatzkräfte des Löschzugs aus, auch auf der Autobahn. Durch Starkregen, Sturm und Gewitter war der Löschzug 13 Mal gefordert. Fünf Einsätze waren in Sachen Gefahrgut/Öl zu fahren. Aber auch solch ein kurioser Einsatz war Sache der Feuerwehr: Ein Passant in Oberpleis hatte einen Arm in einem Gitter eingeklemmt. Die Wehrleute schraubten kurzentschlossen das Geländer ab. Der Patient war befreit und wurde vom Rettungsdienst weiterversorgt.

Feuerwehr in Zahlen

Im aktiven Dienst stehen beim Löschzug Uthweiler derzeit 49 Mitglieder; der Jugendfeuerwehr gehören 17 Jugendliche an, die Ehrenabteilung hat zwölf Mitglieder.

An 21 Übungsterminen sonntags und montags wurde 1097 Übungs- und Ausbildungsstunden geleistet. Hinzu kommen 400 Stunden in den Montagsgruppen zur Überprüfung der Ausrüstung und Weiterbildung. 432 Einsatzstunden wurden verbucht. Macht zusammen 1929 Stunden Feuerwehrdienst. Hinzu kommen Laufbahnlehrgänge und Weiterbildungen.

Die Jugendfeuerwehr Uthweiler absolvierte 72 Stunden in der feuerwehrtechnischen Ausbildung und bot 68 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Die Jugendlichen beteiligten sich zum Beispiel am Leistungswettbewerb, absolvierten Technische-Hilfe-Übungen und reisten zu einem Feuerwehrzeltlager nach Odersbach. Müllaktion, Lichterfest, Volkstrauertag und der Martinszug waren weitere Aktivitäten des Nachwuchses.

Besonderer Dank galt den Jugendwarten Guido Bäßgen, Florian Jankowski, Michael Strauch, Moritz Lohmar, Sebastian Stoffer und Stephan Müller. Die Ehrenabteilung besuchte das Siebengebirgsmuseum und nahm am kreisweiten Treffen der Ehemaligen teil.

Ehrungen und Beförderungen

Bereits beim Führungswechsel im November 2016 war Brandoberinspektor Torsten Weiler zum Löschzugführer ernannt worden; als Stellvertreter stehen ihm Brandinspektor Jonny Kiwaczynski und noch kommissarisch Oberbrandmeister Ulrich Brungs zur Seite.

Zu Feuerwehrmännern ernannt wurden nun auf der Wehrversammlung Mario Wolber, Mario Euskirchen, Timo Dahlhausen, Paul Munko und Lukas Gesell. Marten Benjamin wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Ulrich Brungs zum Oberbrandmeister befördert. Vor 35 Jahren hatten sich die beiden Unterbrandmeister Frank Berghahn und Uwe Weitauer der Freiwilligen Feuerwehr angeschlossen, und seit 25 Jahren ist Unterbrandmeister Stefan Schwanitz Mitglied. Stadtbrandinspektor Bruno Lemke wurde zudem zum Ehrenbrandinspektor ernannt und in die Ehrenabteilung überstellt.

(Quelle: Roswitha Oschmann - General Anzeiger Bonn, Lokalredaktion Siebengebirge)

 

 

 




Beförderungen und Ehrungen beim Löschzug Uthweiler


Fotos: Löschzug Uthweiler