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Pressebericht vom 27.05.2003

Kanister mit Quecksilber lag in einer Hecke
3 Arbeiter zur Beobachtung ins Krankenhaus- Aufwändiger Feuerwehreinsatz

Am Dienstagmorgen gegen 9.45 Uhr waren Arbeiter des städtischen Baubetriebshofes mit der Grünpflege am Sportplatz in Königswinter-Niederdollendorf beschäftigt. Ein Arbeiter schnitt mit seiner Schere in einen Kanister, der sich für den Bauhofangehörigen unerkennbar in einem Hecke befand. Aus dem nun beschädigten Behältnis trat Quecksilber aus. Die Arbeiter alarmierten Bauhofleitung und Feuerwehr. Vom ebenfalls entsendeten Rettungsdienst wurden insgesamt 3 Mitarbeiter der Kolonne zur Beobachtung ins Krankenhaus verbracht. Sie klagten über Kopfschmerzen und Schwindel. Die Bergung des Kanisters, in dem sich noch rund 4 Liter des giftigen Schwermetalls befand, war recht aufwändig. Einsatzkräfte der Löschgruppen Niederdollendorf und Uthweiler sicherten zunächst den Kanister mit einer Plane, um eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. So war gewährleistet, dass sich durch steigende Stofftemperatur keine weiteren giftige Dämpfe bilden würden. Im Anschluss wurde der Kanister in einen anderen Behälter verbracht und luftdicht abgeschlossen. Rund 1 Liter der Flüssigkeit war ausgetreten und musste mit Spezialbindemittel aufgenommen werden. Das Quecksilber wurde einer Sonderabfallentsorgung zugeführt. Die Einsatzkräfte schützten sich während der Bergung mit Spezialanzügen und umluftunabhängigem Atemschutz. Die Löschgruppen Niederdollendorf und Uthweiler, die unter Führung von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz mit 10 Wehrleuten vor Ort waren, konnten gegen 12.30 Uhr das Sportplatzgelände verlassen. Die Polizei übernahm weitere Ermittlungen, wie der Kanister in die Hecke gelangen konnte.

Fotos: STBI M.Bungarz




Rund 1 Liter Quecksilber waren ausgetreten


Auf der Ladefläche des LKW ist der gefundene Kanister zu sehen


Spezialbindemittel wurde auf die Parkplatzfläche aufgetragen


Kanister und Bindemittel wurden der Sondermüllentsorgung zugeführt